| Antriebswellen am CX: | ||
| Wer es genau wissen möchte, kann sich das Kapitel 5 des Original-Citroen-Werkstatthandbuches herunterladen! Hier ein Auszug: | ||
|
Verwendete Antriebswellen am CX - man beachte die unterschiedlichen Längen! Erläuterung: die mit Stern markierte verstärkte Version des GTI Turbo (M25/662) ist ab 1985 an allen Modellen serienmäßig verbaut, jedoch bei gleicher Gesamtlänge (!) gegen die Version ohne Stern austauschbar.
rechte Welle:
|
||
|
||
|
linke
Welle:
|
|
|
|
Äußere
Gelenkwellenmanschette wechseln: Für den Austausch auch der äußeren
Gelenkwellenmanschette sieht der Fahrzeughersteller den Ausbau der gesamten
Antriebswelle vor.(Oftmals ist dies jedoch
nur unter Schwiereigkeiten möglich, da die Gelenkwelle z.B. im Differential
feststeckt - s.u.!) Der Arbeitsaufwand lässt
sich wie folgt reduzieren: Schritt 1: Fahrzeug auf Hebebühne
positionieren (bzw. links und rechts vorn aufbocken), Fahrzeug
anheben, Hydraulik entlasten, Fahrzeughöhenverstellung in Niedrigstellung
bringen. Hebebühne absenken, Fahrwerk fährt ein. Schritt 2: Das Rad an der betroffenen Seite
demontieren. Fahrzeug mittels Hebebühne in Arbeitshöhe bringen. 2
Radschrauben wieder in die Radnabe einschrauben, damit die beiden
Fixierschrauben für die Bremsschrauben beim lösen der Achsmutter nicht
abreißen. Die Achsmutter ist durch Splint und Blechkäfig gesichert. Diesen
Splint entfernen, Achsmutter mittels 35er Nuss lösen und entfernen (es
geht auch mit einer 36er Nuss bzw. Steckschlüssel - das Werkzeug muß aber
stabil genug sein, eine Halbzollratsche reicht nicht! Ggfs. Stahlrohr von
ca. 2 m Länge als Hebel benutzen, Bock unterstellen damit die Nuss nicht
abrutscht.) Es ist dabei unbedenklich,
einen stabilen Schraubendreher nach einstecken in einem der Belüftungsschlitze
der Bremsscheibe gegen den Bremssattel anliegen zu lassen und dadurch die
Achse zu blockieren. Schritt 3:
Befestigungsmutter des unteren Kugelbolzens lösen und entfernen. Kugelbolzen und Schwingarm mit handelsüblichem Abzieher von einander trennen (dabei die Manschette des Kugelbolzens nicht beschädigen, ggfs. hochschieben!). Nun durch Wegdrücken und Wegklappen des Achsschenkels die Antriebswelle freilegen (Vorsicht - Bremsschlauch nicht abreißen!). Den Achsschenkel z.B. mittels Schweißdraht oder Spanngurt im Radkasten fixieren. Schritt 4: Befestigungsschellen der
Achswellenmanschetten entfernen. Manschette durch Aufschneiden von der Welle
entfernen bzw. auf der Welle so nach innen schieben, daß das Gelenk frei
liegt. Restliches Fett am Radgelenk entfernen. Mit einer Hand das
Radgelenk axial zur Gelenkwelle positionieren und festhalten, dann durch 1
bis 2 gezielte Schläge, nach Möglichkeit mit einem größeren Aluhammer
(kein Stahlhammer!), auf den äußeren Rand des Radgelenks dieses von
der Gelenkwelle trennen. Es empfiehlt sich, dabei die Gelenkwelle mit einer
größeren Rohrzange, gehalten durch einen Helfer, fixieren zu lassen. (Achtung
- nicht mit Gewalt, sondern genau parallel zur Welle schlagen, sonst wird
nur das Gelenk beschädigt. Geduld!). Schritt 5: Den Sicherungsring von der Gelenkwelle entfernen, neue Manschette aufschieben. Neuen (Empfehlung) Sicherungsring auf der Gelenkwelle montieren. Sicherungsring durch Blechstreifen und Schlauchschelle fixieren und zusammendrücken (breiter Kabelbinder geht auch). Radgelenk bis zur Schlauchschelle an derGelenkwelle anbringen. Mit 1-2 Schlägen auf eine als Schutz aufgeschraubte Achsmutter das Radgelenk vollständig bis Anschlag positionieren (dabei AUF KEINEN FALL über den einrastenden Sicherungsring hinaustreiben!). Prüfen ob die Welle wirklich im Gelenk eingerastet ist - es ist unangenehm wenn sie während der Fahrt aufgeht! Schelle und Blechstreifen entfernen. Fett in die Manschette einbringen, Manschette am Radgelenk anbringen und durch Schellenband beidseitig fixieren. Achtung - Kabelbinder, Rödeldraht und Waschmaschinenschellen haben hier nichts zu suchen! Entweder Ligarexbinder (im einschlägigen Fachhandel) oder die bei Originalmanschetten beigelegten Schellenbänder (Spezialzange oder viel Geschick erforderlich) verwenden, sonst geht in der nächsten Kurve die Manschette wieder ab! Falls die Manschette mit Ligarexbändern befestigt war, so lassen sich diese im Notfall wiederverwenden, wenn sie bei der Erstmontage nicht zu kurz abgeschnitten wurden. Hierzu ganz vorsichtig aufbiegen; dann lassen sie sich auch mit zwei Zangen oder Engländer und Schraubenzieher wieder spannen. Es wird dringend empfohlen, nur Original Citroen Manschetten zu verwenden, da die Haltbarkeit der Nachbauten z.T. gering ist! Gelenkwelle und Radnabe wieder
miteinander verbinden; ebenso unteren Kugelbolzen mit Schwingarm.
Stoppmutter und Sicherungssplint der Achsmutter sind zu erneuern. Anzugsdrehmomente sind nach
Herstellervorschriften zu beachten: Achsmutter 350-400Nm =
35mkp-40mkp Nylstoppmutter 60Nm = 6mkp Radschrauben 90 Nm = 9kp Achtung! Wichtige Anmerkung: Ausbau der gesamten Antriebswelle: Arbeit wie vor bis zu Punkt 3 - dann die Koppelstange des Stabilisators vom Querlenker lösen. Diese Arbeit ist bei den Antriebswellen ab 1985 nicht unbedingt erforderlich, erleichtert jedoch das Aus- und Einfädeln der Welle ganz erheblich. Für das Trennen des Konus des Bolzens am Querlenker das Spezialwerkzeug 6320 bzw 6323 verwenden! Das Eintreiben eines Keils aus einer alten Axt o.Ä. zwischen Rahmen und Bolzen beschädigt möglicherweise die Lager des Querlenkers und das Gewinde des Bolzens und ist daher nicht ratsam! Danach rechts die beiden Verschraubungen des
Stützlagers am Rahmen lösen (11er Ringratschenschlüssel) und die
Hammerkopfschrauben aus der Halterung schieben, nicht ganz ausbauen! Welle
nach rechts entnehmen und dabei die Abstreifscheibe, den Teflonring und den
O-Ring von der Welle nehmen. Das untere Motorlager bei dieser Gelegenheit
ggfs. wechseln. Stützlager prüfen und im Zweifel auswechseln (Pressring
mit Meissel abschlagen, mit Rohr wieder auftreiben, auf keinen Fall
erhitzen!); Einbaureihenfolge von O-Ring (3), Teflonring (4) und Abstreifscheibe
(5) beachten. Die Hammerkopfschrauben vor dem Einschieben des
Stützlagers in Position drehen, die Welle ganz Einschieben (das geht nur
wenn die Verzahnung am Ende nicht beschädigt ist!) und die
Hammerkopfschauben dann in ihre Aussparungen drehen, Muttern festziehen -
nachprüfen ob auch alles an der richtigen Stelle sitzt! Weiter s. oben. Auf der linken Seite ist die Welle in das Differential mit einem Sicherungsring ähnlich dem am Außengelenk eingerastet. Um diese Verbindung zu lösen, auf keinen Fall mit Gewalt vorgehen, sonst schiebt sich der Sicherungsring zwischen Verzahnung der Welle und Differentialrad und ist NICHT MEHR ZU LÖSEN! Mit Geduld und vorsichtigem Hebeln von unten und Meißelschlägen unter drehen der Welle die Verbindung ruckartig lösen. In der Regel reicht ein kräftiger Ruck durch gleichzeitiges Ziehen am Schaft und Hebeln von unten (2. Person!). Beim Einbau unbedingt prüfen, ob der Sicherungsring eingerastet ist! Da man nicht auf die Welle schlagen darf, muß man diese mit einem kräftigen Ruck von Hand einschieben. Es ist schon öfter vorgekommen, daß sie am nächsten Schlagloch wieder rausgefallen ist, weil der Ruck zu zaghaft war. Bei der Zerlegung des inneren Gelenks die Einbauposition von Schaft, Tripod und Gehäuse markieren; eine Verdrehung hat Vibrationen zur Folge! Soll die innere Manschette gewechselt werden, so ist es am einfachsten, zunächst das Außengelenk wie oben beschrieben abzubauen. So kann die Manschette einfach aufgeschoben werden. Ebenso ist es möglich, mit einer hydraulischen Presse den Tripod nach Entfernen der beiden Sicherungsscheiben zu lösen. Die Manschette über den Tripod zu ziehen, ist daher nicht notwendig. Eine Überholung des Außengelenks und des Tripods ist nur im Spezialbetrieb möglich. Spiel im Tripod macht sich durch Rattern und Rumpeln in bestimmten Fahrsituationen bemerkbar (Schalthebel schägt) und ist auch im ausgebauten Zustand erkennbar. Spiel in der Verzahnung des Außengelenks oder im Gelenk selbst erzeugt schnelle Knackgeräusche beim Anfahren oder in Kurven, ggfs. auch Vibrationen bei schneller Fahrt. Eine ausgeleierte Welle kann auch einfach nur Schlackern wie ein unausgewuchtetes Rad! Weitere Anregungen (kursiv) von W. Beermann
|
||