| Ventileinstellung an allen Motoren des CX: | |||
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Bevor
man daran denkt, die Ventileinstellung durchzuführen, sollte folgendes
Werkzeug für zügiges Arbeiten vorhanden sein:
Fühlerlehre Metrisch, Schraubenzieher mit mittelgroßer Klinge, Ringschlüssel 11-13 mm gekröpft, kleiner Ratschenkasten, Hammer (idealerweise Gummi- oder Kunsstoffhammer), dünner Spachtel, 6mm Inbusschlüssel. Sicherheitshalber sollte die passende Ventildeckeldichtung bereit liegen - für den Fall, dass die alte Dichtung beim Ausbau beschädigt wird.
DER
MOTOR MUSS ABSOLUT KALT SEIN ! |
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1.Ventildeckel demontieren
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| Diesel Alle
7 Schrauben mit 10er Kopf lösen und herausschrauben. Die Schelle des
Schlauchs der Kurbelgehäuseentlüftung lösen. Kleinen UnterdruckSchlauch
am Ansaugrohr demontieren. Kleinen Schlauch zum Luftfilter abziehen. Zum
besseren Arbeiten kann auch der große Ansaugschlauch demontiert werden.
Mit leichten Hammerschlägen von unten den Deckel lösen. Sollte die
Dichtung nicht nur an einer Seite festkleben, vorsichtig versuchen, mit
einem dünnen Spachtel die Dichtung vom Deckel zu trennen. Mit etwas Glück
kann sie wiederverwendet werden. Ventilspiel: Einlass 0,30 mm - Auslass 0,20 mm
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| Benziner
/ 2,0 - 2,2 - 2,4-Liter Vergaser-Benziner incl. Alu-Motor Hier
sind nur zwei oder drei Schrauben mittig zu lösen. Falls eine Version mit
Korkdichtung vorliegt, ist die Chance, dass die Dichtung unbeschädigt
bleibt, nicht sehr groß. Zudem muss ggfs. noch der Gaszug aus der Führung
am Deckel demontiert werden (beim Alu-Motor). Ventilspiel: Einlass 0,10 mm - Auslass 0,25 mm (Alu-Motor) Ventilspiel: Einlass 0,15 mm - Auslass 0,20 mm (Motor M) |
MOTOR
829 Alu |
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| Benziner
/ Einspritzer Zunächst
ist das Sammlerrohr zu demontieren. Dazu den Ansaugschlauch (bzw. beim
Turbo die Schlauchschelle zum Ansaugrohr) lösen, die Stegverschraubung lösen
und das Rohr zur Seite schieben. Den Stecker am Drosselklappenschalter
abziehen. Vorsicht: Stecker brechen leicht aus!!! Dann ggfs. Stecker und
Einspritzleitung, vom Kaltstartventil lösen bzw. abschrauben (2,4ie,
frühe Turbos). Es sitzt am Ende des Sammlers fahrerseitig, oberhalb der
Wasserpumpe. Zusätzlich den dickeren Schlauch vom Leerlaufsystem
demontieren., welcher ebenfalls dort vorzufinden ist. Die Zündkabel
sowohl von den Kerzen als auch vom Verteiler bzw. den Zündspulen
abziehen. Zuvor die Reihenfolge notieren und die Kabel entsprechend
markieren (z.B. mit Kreppband). Jetzt die Schlauchschellen der Verbindungsschläuche
zu den Ansaugrohren lösen. Hier empfiehlt sich, die hintere Schelle zu lösen,
da sich die spätere Wiedermontage leichter gestaltet. Nun die
Stegverschraubungen (Turbo) und ggfs. ein Massekabel lösen. Nun den
Gaszug aushängen. Dazu per Hand die Drosselklappe auf „offen" drehen.
Den nun entspannten Gaszug aushängen. Bei Automatic-Fahrzeugen muss auch
der KickdownZug demontiert werden. WICHTIG: Genau die Montageposition
fixieren. ABER: Je nachdem, wie die Züge verlegt sind, kann man sie auch
montiert lassen und dann mit dem gesamten Rohr zur Seite legen. Hier
muss aber darauf geachtete werden, den Bowdenzug nicht zu knicken.
Besonders bei Automatic-Fahrzeugen ist dies von Vorteil, da der KickDown-Zug
montiert bleiben kann, so dass die Gefahr einer Nach-Justage erspart
bleibt. Bei den Turbos verlaufen vor dem Sammelrohr zwei metallummantelte
Schläuche in einer Halterung. Diese Halterung ist mit zwei Inbusschrauben
mit dem Rohr verschraubt. Diese sind zu demontieren. Zuletzt sind jetzt
noch die Stütz-Verschraubungen unterhalb des Sammelrohrs bzw. oberhalb
des Abgaskrümmers zu demontieren. Hierzu ist eine a Zoll Ratsche mit
entsprechender Verlängerung und 10 mm-Nuß erste Wahl. Die Konstruktion
besteht je Seite aus zwei Gummi-Halbschalen mit Metallführung, einem
Distanzröhrchen und einem kleinen Stehbolzen. Häufig dreht sich nicht
die Mutter ab, sondern der Stehbolzen heraus. Dann fallen Gummis und
Distanzröhrchen nach unten weg, bleiben aber irgendwo hängen und fallen
nicht durch. Im Übrigen haben sich auch oft schon Teile im Fahrbetrieb
verabschiedet. Also auf Vollständigkeit der Teile achten! So, nun das
Sammlerrohr nach vorne, leicht schräg hoch abziehen. Jetzt die mittigen
Schrauben am Deckel lösen und den Deckel abheben. Ventilspiel: Einlass 0,15 mm - Auslass 0,20 mm (Motor M) |
MOTOR
M
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2.Einstellen der Ventile |
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Es
empfiehlt sich die Zündkerzen herauszudrehen. Ohne Kompressionsdruck lässt
sich am problemlosesten arbeiten. Es ist aber nicht unbedingt nötig. Um den Motor durchzudrehen zum Einstellen des Ventilspiels, legt man den 5. Gang ein und schiebt den Wagen während des Einstellens entweder vor oder zurück, was gerade am besten paßt. Ist kein Platz und/oder ein Wagenheber vorhanden, kann man den Wagen auch an einer (!!) Seite hochheben und das Rad drehen. Nachtrag: Oder (insbesondere bei Automatic) man arbeitet wie folgt: unterhalb der Wasserpumpe befindet sich eine Öffnung, die Zugang auf den Schwungradzahnkranz ermöglicht (ggfs. durch einen Gummistopfen abgedeckt). Mit einem grossen Schraubendreher kann man durch Verkanten an der Gehäuseöffnung die Kurbelwelle in kleinen Schritten und damit den Ventiltrieb bewegen. Dieser Zugang ist zum Schwungradzahnkranz ist auch von unten möglich. Mühselig, aber dafür genau. Man kann bei dieser Gelegenheit die OT-Markierung am Schwungrad erkennen und sich farblich markieren. Niemals den Motor an (der großen Riemenscheibenmutter 24mm ) der Nockenwelle drehen! Fahrzeug
ordentlich sichern, wenn es mit dem Wagenheber angehoben ist. Um nicht
durcheinander zu kommen, das Rad bzw. das Fahrzeug während der gesamten
Einstellung immer in die gleiche Richtung drehen. Im Folgenden betrachtet man die Ventile von der Fahrerseite aus in Richtung Beifahrerseite, ebenso die Zylinder. Das erste Ventil ist ein Einlassventil, das zweite ein Auslassventil (siehe auch Bilder Dieselmotor, Motor 829 = Alumotor, Motor M = alle anderen Benzinmotoren). Sie gehören zum 1. Zylinder. So geht es weiter bis zum 4. Zylinder. Jetzt beobachtet man beim Drehen/Schieben welcher Auslass sich als nächstes öffnet, also das Ventil heruntergedrückt wird. Nun findet man den Punkt, an dem dieses Auslassventil maximal geöffnet sind. Dann schaut man in der Tabelle nach und sieht welche beiden Ventile (je ein Einlass- und ein Auslassventil) nun eingestellt werden können (Methode "volle Öffnung").
Man nimmt das erforderliche
Blatt der Fühlerlehre zur Hand. Beispielhaft nehmen wir hier im Weiteren
ein Sollspiel von 0,20mm an. Die entsprechende Fühlerlehre hat ebenfalls
das Maß von 0,20 mm. Nun schiebt man die Lehre zwischen Ventilkopf und
Kipphebel des entsprechenden Ventils. Lässt
sich das Blatt so gerade eben mit leichtem Schleifgeräusch dazwischen
schieben ist das Spiel in Ordnung. Lässt sich aber auch das 0,25er
Blatt und sogar das 0,30er Blatt dazwischenschieben, dann ist das Spiel zu
groß. Lässt sich nicht einmal das 0,20er Blatt dazwischen schieben, dann
ist das Spiel zu klein. Besteht Korrekturbedarf, löst man die Kontermutter auf dem Kipphebel und dreht mit einem Schlitzschraubendreher die Einstellschraube. Rechts herum wird das Spiel vermindert, links herum wird das Spiel vergrößert. Gleichzeitig überprüft man mit dem Blatt, welches dem vorgeschriebenen Spiel entspricht das tatsächliche Spiel. |
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Wenn sich das Blatt
gerade noch durchschieben lässt, ist das Optimum erreicht. Mit dem
Schlitzdreher die Position fixieren und die Kontermutter anziehen.
Beim Anziehen der Kontermutter besteht immer die Gefahr, dass sich die
Schraube doch mit dreht und das Spiel sich wieder verengt. Deshalb danach
nochmals das Spiel kontrollieren. Zu enges Spiel ist auf keinen Fall zu
tolerieren, da es die Gefahr von durchgebrannten Ventilsitzen als Folge
birgt. Geringfügig zu großes Spiel (im Bsp. etwa 0,25) ist dagegen
tolerierbar. Dieser Vorgang wird bei allen Ventilen durchgeführt. Hat man die beiden ersten
Ventile eingestellt, dreht man das Rad/schiebt den Wagen in DIESELBE
Richtung weiter. Nun wird das Auslassventil geöffnet, welches als
nächstes in der Liste steht. Es folgt die entsprechende Ventileinstellung
usw. Der
Zusammenbau erfolgt in der unter 1.) geschilderte Arbeitsschritte in
umgekehrter Reihenfolge. Die Dichtflächen des jeweiligen Deckels sollten
sauber und fettfrei sei. Zur besseren Dichtheit kann ein Dichtmittel dünn
aufgetragen werden (z.B. Hylomar blau oder Loctite Copperseal). Die
Dichtungen bzw. die Dichtringe müssen unbeschädigt sein. Im Zweifel
neue verwenden. Die Schrauben unbedingt GLEICHMÄSSIG und mit den
vorgeschriebenen (niedrigen) Anzugsdrehmomenten anziehen um eine gute
Dichtigkeit zu erreichen. Anzugsdrehmomente der
Deckelschrauben Stirnraddiesel (Saugdiesel bis Mitte 83) 0,5-0,8 da Nm Andere Diesel 1,1 da Nm Benzin alle Motoren 0,5 - 0,8 da Nm |
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Verfasst nach bestem Wissen und unter Ausschluss von Haftungsansprüchen. Frank Buschmann
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